Speaking Performance

Relearning – das „Zurücklernen“, um neu zu lernen

Lesezeit: 3 min

Wir lernen ein Leben lang. Zumindest ist unser Gehirn dazu so angelegt. Neben dem Lernen gibt es noch zwei weitere Formen, die für unser Vorankommen und unsere Entwicklung wichtig sind: das Umlernen und das Verlernen oder Relearning. Auch diese Prozesse sollten regelmäßig geübt werden. Statt neuer Dinge lernen, Ideen über Bord zu werfen und zurück zu alten Fähigkeiten kehren? Ja, denn wenn wir immer wieder Dinge auf eine bestimmte Art und Weise tun, können wir nicht wachsen. Denke dabei an deine Komfortzone. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel!

Die Welt dreht sich immer schneller und die Dinge verändern sich beinahe täglich. Relearning hilft dir dabei zu wissen, wann es Zeit wird, eine alte Strategie wieder aufzugreifen, um einen anderen Blickwinkel auf eine neue Situation einnehmen zu können. Wir von der Tobias Beck Academy wissen, dass es nicht einfach ist, eine Gewohnheit abzulegen, dennoch lohnt es sich. Das Relearning ist eine wertvolle Fähigkeit, die dir hilft, dich wieder für Neues auf Grundlage bestehender Eigenschaften zu öffnen.

Was ist Relearning?

„Die meisten der meistverkauften Bücher im japanischen Originalformat werden von rechts nach links gedruckt. Die Leser müssen nicht nur neu lernen, wie man Comics liest, sie müssen auch neu lernen, wie man ein Buch liest.“ -Heidi MacDonald

Es geht beim Relearning darum, zu lernen etwas zu verlernen, um wieder alte Dinge im neuen Kontext zu erlernen. Stell dir eine Datei vor. Diese ist vollgepackt mit Dokumenten, teils uralten Dokumenten. Irgendwann lässt aufgrund der Datenmenge die Leistungen des PCs nach. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die Daten zu formatieren und zu schauen, was davon dir jetzt noch nützlich sein kann. Genau ein solches Upgrade verpasst du deinem Gehirn mit dem Relearning.

Um voranzukommen, musst du bisherige Herangehensweise loslassen, um altes Wissen im Kontext neuer Informationen neu zu verstehen. Damit geht einher, dass du dich dem Raum öffnest, um Informationen auf- und anzunehmen, die vielleicht nicht in dein bestehendes, mentales Modell passen.

Dazu ein Beispiel: Führungskräfte waren über lange Zeit hinweg der Meinung, dass Home-Office zum Rückgang der Produktivität führt. Seit COVID-19 wissen wir alle, dass das keineswegs stimmt. Im Gegenteil. Remote-Arbeit hat teilweise zu erheblichen Erfolgen geführt, weil Mitarbeitende endlich Beruf, Familie und Freizeit besser unter einen Hut bringen konnten. Solche Beispiele zeigen, dass Relearning in Zeiten des permanenten Wandels eine wichtige Fähigkeit ist.

Wie funktioniert Relearning?

Beim Relearning kehrst du zu alten Methoden zurück, um mit deinen vorhandenen Fähigkeiten dein Lernen, dein Wachstum und deinen Fortschritt zu verbessern. Du schaust beim Relearning also genau hin: Was habe ich einmal gelernt, was für die Zukunft wichtig sein könnte? Es gibt für alles den richtigen Zeitpunkt. Mal ist es an der Zeit, etwas Neues zu lernen, mal etwas loszulassen und manchmal ist es Zeit, alten Fähigkeiten an eine neue Situation anzupassen.

Wie kannst du Relearning erlernen?

  • Beschäftige dich näher mit der sogenannten Wachstumsmentalität und gewinne die richtige Einstellung zu deinen Fähigkeiten. Dein Gehirn ist extrem flexibel. Nutze diese Eigenschaft für dein Wachstum.
  • Ändern für das Relearning deine Formulierungen in positive Sätze. Das, was du sagst, ist das, was du zu glauben beginnst. Wenn du das nächste Mal sagst, dass du etwas nicht tun kannst oder etwas nicht weißt, füge dem Ende des Satzes die Wörter „noch nicht“ hinzu. Also: „Ich kann kein Tennis spielen. Noch nicht.“
  • Machen das Lernen zu einem Teil deiner täglichen Routine. Bücher, Blogs, Podcasts oder E-Books – nutze die heutige Vielfalt und Formate für deine persönliche Entwicklung.
  • Führen ein Lerntagebuch für dein Relearning. So stellst du sicher, dass du deine Lernreise kontinuierlich fortführst, dich selbst reflektierst und effizienter Lösungen findest.
  • Lass das Lernen, ähnlich wie beim Speaking, zu einem Prozess werden. Ein Beispiel dafür ist das Reflektieren, Analysieren, Organisieren und Teilen von Lerninhalten.
  • Begibt dich in vollkommen neue und ungewohnte Situationen, um eine kognitive Flexibilität in deine Lernroutine zu bringen.
  • Schließe dich einem Netzwerk an Gleichgesinnten an. Die Tobias Beck Academy ist eine hervorragende Plattform, um sich einem Netzwerk an hoch motivierten Menschen anzuschließen.
  • Nimm die Tatsache an, dass Lernen nie endet. Wenn du aktiv verlernst, umlernst und neu lernst, gewinnst du die Kontrolle über das, was für dich und dein Wachstum wirklich wichtig ist, zu lernen.

Du möchtest neben dem Relearning noch mehr über dich selbst lernen? Dann probiere doch unseren kostenlosen Persönlichkeitstest aus und entdecke deine Tiertypen.

Weitere interessante Artikel:

Motivation Team: Reiße deine Mitglieder mit

Empathie & Kommunikation
4 min Lesezeit

Authentisch sein – und erfolgreich werden

Speaking Performance
3 min Lesezeit

Besser kommunizieren – werde zum Menschenflüsterer

Empathie & Kommunikation
3 min Lesezeit

Körpersprache lesen – so gelingt Kommunikation!

Empathie & Kommunikation
4 min Lesezeit