Aufgeregte Gespräche, fröhliche Stimmen, lautes Lachen – allein der Gedanke an so eine Situation bereitet dir Panik? Dann kann es sein, dass du Angst hast, im Mittelpunkt zu stehen.
Das, was für viele andere Menschen Spaß und Freude bedeutet, ist für Menschen, die Angst vor Aufmerksamkeit haben, eine absolute Horrorvorstellung. Studien zeigen, dass mittlerweile rund vier Prozent der Frauen und zwei Prozent der Männer zwischen 18 und 79 Jahren Symptome von Angst, im Mittelpunkt zu stehen, zeigen.
In der Psychologie nennt man dieses Phänomen auch soziale Phobie. Bleibt diese tief verankerte Angst unentdeckt, erhöht sich das Risiko, an Depressionen oder an Substanzmissbrauch zu erkranken, signifikant. Es ist daher wichtig, dass du bereits erste Anzeichen ernst nimmst und dich mit dir selbst auseinandersetzt, um deine Sorgen und Zweifel zu überwinden.
Wir wollen gemeinsam mit dir ergründen, woher die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, kommt und mit welchen Selbsthilfetipps du dein Inneres stärken kannst. Ziel ist es, dass du eine selbstbewusstere Person wirst, die stolz ihre Stärken und Persönlichkeit gegenüber anderen präsentieren kann – und das ganz ohne Angst vor Aufmerksamkeit.
Angst vor Aufmerksamkeit: Warum wir uns fürchten
Oftmals wird die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, mit Schüchternheit gleichgesetzt. Diese Vermutung ist jedoch fatal, da es sich bei diesen Ängsten um viel tiefgreifendere Probleme mit sozialen Situationen handelt.
Doch warum haben einige Menschen mehr Angst vor Aufmerksamkeit als andere? Einer der Gründe liegt in der Veranlagung. Bestimmte Persönlichkeitstypen neigen mehr dazu, Hemmungen in sozialen Situationen zu zeigen. Wenn bereits deine Eltern Tendenzen einer sozialen Phobie aufweisen, ist es wahrscheinlicher, dass auch du zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben die Symptome verspürst. Ob deine Persönlichkeit anfällig für die Angst, im Mittelpunkt zu stehen ist, kannst du zum Beispiel mit einem Persönlichkeitstest ergründen.
Ein weiterer, möglicher Grund sind unsere Kindheitserfahrungen. Wenn wir in unserer Jugend häufig kritisiert wurden, kann das unser Selbstbewusstsein negativ beeinflussen. Infolgedessen sind wir insbesondere in sozialen Situationen unsicher, da wir irrationale Angst haben, etwas Falsches zu sagen oder zu tun. Menschen mit Angst vor Aufmerksamkeit legen nämlich einen hohen Wert auf die Meinung ihrer Mitmenschen.
Letztlich beeinflussen auch unsere Lern- und Lebenserfahrung, wie wir dem sozialen Kontext gegenüberstehen. Mobbing während der Schulzeit, die Scheidung der Eltern oder auch Fluchterfahrungen können uns derart traumatisieren, dass wir auch im Erwachsenenalter unter den Folgen leiden, die sich in der Angst, im Mittelpunkt zu stehen, widerspiegeln.
Symptome der Angst, im Mittelpunkt zu stehen
Woran kannst du erkennen, dass du dich vor Aufmerksamkeit fürchtest? Normale Angst kennt jeder. Doch eine verankerte soziale Phobie zeichnet sich durch Symptome aus, die die reguläre Emotion überschreiten:
- Angst, bestimmte Dinge in der Öffentlichkeit zu tun (zum Beispiel essen, sprechen, telefonieren, vorlesen…),
- Angst vor Gleichaltrigen, insbesondere bei Jugendlichen,
- Vermeidung von Gesprächen und Blickkontakt zu anderen,
- Zittern,
- Herzrasen,
- Kopf- und Magenschmerzen,
- Blackout in sozialen Situationen,
- Panik- und Schamgefühle sowie
- Vermeidungsverhalten von sozialen Kontakten.
Auf Wiedersehen, Angst: Tipps gegen Angst, im Mittelpunkt zu stehen
Die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, muss dein Leben nicht dominieren. Zahlreiche Erfolgsgeschichten haben bereits bewiesen, dass du zum Beispiel mit Speaking-Performance-Starter-Trainings lernen kannst, selbstbewusst für dich einzustehen und deine Persönlichkeit angstfrei den anderen Menschen zu zeigen.
Neben Coachings gibt es einige Selbsthilfetipps, die du in deinen Alltag integrieren kannst, um den Spotlight-Effekt, also die Aufmerksamkeit deines sozialen Umfelds negativ zu überschätzen, minimieren kannst.
Calm down – Entspannungsübungen gegen die Angst vor Aufmerksamkeit
Besonders in stressigen Situationen leiden Menschen mit der Angst, im Mittelpunkt zu stehen. Die Muskeln spannen sich an, der Kiefer verspannt sich und der Magen dreht sich um – das muss nicht sein! Progressive Muskelentspannung kann dir helfen, in sozialen Situationen ruhig zu bleiben, ganz nach dem Motto: Keep a cool head!
Auch Yoga und Pilates erweisen sich als effektiv, um Ängste abzubauen. Erdende Meditation in Kombination mit Atemübungen stärkt so ganz unkompliziert deine Flexibilität sowie dein Körperbewusstsein und hilft dir, deinen Platz in der Mitte zu erkennen.
Des Weiteren zeigt sich autogenes Training als hilfreich, um mit der Angst, im Mittelpunkt zu stehen, besser umgehen zu können. Hierbei hypnotisieren wir uns auf gewisse Weise selbst, wodurch unsere Durchblutung, der Puls und die Atmung in einen Ruhezustand versetzt werden.
Stay healthy: Die richtige Ernährung bei der Angst, im Mittelpunkt zu stehen
Ein gesunder Körper sorgt für einen gesunden Geist. Daher ist ein gesundes Essverhalten überaus wichtig. Mit Nüssen, Hülsenfrüchten und nährstoffreichen Vollkornprodukten kannst du deine Nerven stärken. Auch frisches Gemüse trägt zu einem gesunden Körpergefühl bei.
Des Weiteren kann die Kraft der Natur dir helfen, dich zu überwinden. Tees aus Lavendel, Kamille oder Melisse haben eine beruhigende Wirkung, die das Gefühl von Angst und Panik abschwächen können. Doch auch Johanniskraut kann zu Beruhigung beitragen.
In case of trouble gilt: Nimm der Zeit, setz dich hin und trink einen Tee. Du wirst schnell erkennen, dass die Situation, vor der du dich fürchtest, gar nicht so schlimm ist, wie angenommen.
Mit Büchern und Sport die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, besiegen
Dass wir Angst haben, im Mittelpunkt zu stehen, hängt häufig mit einem hohen Stresslevel zusammen. Sport kann dir dabei helfen, dein Körperbewusstsein zu stärken und der psychischen Belastung entgegenzuwirken. Dabei ist es nicht wichtig, was du machst – Hauptsache, du hast Freude an der körperlichen Aktivität.
Neben körperlicher Betätigung ist natürlich auch ausreichend Schlaf wichtig, um die Leistung zu erbringen, die du benötigst, um deine Angst, im Mittelpunkt zu stehen, zu bekämpfen.
Unverzichtbar können auch der Rat und die Hilfe von anderen sein. Wende dich an deine Freunde und sprich mit ihnen, teile ihnen deine Ängste und Sorgen mit. Vielleicht haben deine Liebsten einen Ratschlag für dich oder können dich in sozialen Situationen mental unterstützen.
Wenn du noch nicht bereit bist, dich anderen zu öffnen, sind auch Bücher nützlich, die dir helfen, von Bambi zu einem Löwen zu werden. Das Buch „Rehbellion“ von Tobias Beck begleitet dich auf deinem Weg, die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, zu überwinden, indem dir Wege gezeigt werden, wie du eine starke Persönlichkeit aufbauen kannst.
Wenn du noch Fragen hast, wie man die Angst, im Mittelpunkt zu stehen, besiegen kannst, scheue dich nicht, uns über Instagram (@tobias_beck_official) zu kontaktieren. Wir sind für dich da!
