Empathie & Kommunikation

Menschen vertrauen: Vertrauen schenken und empfangen

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Menschen vertrauen ist das Fundament einer jeden Beziehung. Sei es romantisch oder platonische Liebe, Beruf oder innerhalb der Familie – Vertrauen in Menschen ist der Pfeiler, um miteinander auszukommen.

Doch wie oft standest du schon vor Herausforderungen, weil dein Vertrauen missbraucht wurde? Hast du nicht manchmal auch das Gefühl, kein Vertrauen mehr in Menschen zu haben?

Genau hier wollen wir mit dir ansetzen. Menschen vertrauen bedeutet nicht nur, anderen Gutes zu unterstellen, sondern auch zu sich selbst ehrlich zu sein. Ob wir Vertrauen in andere haben, beeinflusst die Art, wie wir lieben, interagieren oder arbeiten.

Entdecke in diesem Blogbeitrag hilfreiche Tipps und Strategien, damit man Menschen vertrauen kann und so seine Beziehungen langfristig stärkt. 

Vertrauen in Menschen: Die Psychologie des Denkens

Vertrauen in andere ist wie ein unsichtbares Band, was uns dabei hilft, unsere Beziehungen zusammenzuhalten. Doch wie genau wird dieses Band geknüpft? Ob und wie weit wir Menschen vertrauen, beginnt mit unserer Kindheit. Abhängig von der Bindung zu unseren Eltern und Betreuungspersonen, fällt es uns leichter oder schwerer, Vertrauen in andere Menschen zu entwickeln.

Psychologische Theorien, wie die Bindungstheorie nach Bowlby, zeigen, dass die Art und Weise, auf welche wir Liebe als Kinder erfahren, tiefgreifende Auswirkung auf unser Vertrauen in andere hat. Wenn du dich als Kind sicher gefühlt hast und erfahren hast, dass du dich auf deine Bezugspersonen verlassen kannst, besitzt du als Erwachsener in der Regel ein gesundes Vertrauensverhältnis. 

Wächst man in unsicheren Bindungsverhältnissen und einer schwierigeren, häuslichen Situation auf, so ist man tendenziell anderen Menschen gegenüber misstrauisches eingestellt. Es ist wahrscheinlich, kein Vertrauen mehr in Menschen zu besitzen, da man die Erfahrung gemacht, dass man sich nicht auf andere verlassen kann. Welche Art von Persönlichkeit du bist, kannst du beispielsweise durch einen Test herausfinden. 

Unsere frühen Erfahrungen in der Kindheit sind eine Art Blaupause für unsere zukünftigen Beziehungen – sie beeinflussen, wie wir Konflikte lösen, ob wir Nähe zulassen und letztlich, ob wir Menschen vertrauen. Indem du erkennst, inwiefern deine Bindungsmuster eventuell vorgeprägt sind, kannst du daran arbeiten, Vertrauen in Menschen zu entwickeln. Durch das Öffnen der Tür zu dir selbst kannst du tiefere Beziehungen aufbauen, die ein wahres Geschenk sind.

Menschen vertrauen lernen: Die Grundlagen

Vertrauen in andere zu lernen, ist ein lebenslanger Prozess. Um jedoch von einem erfüllten Zusammenleben profitieren zu können, sind tiefe und bedeutungsvolle Beziehungen die Grundlage. Dieses unsichtbare, kraftvolle Band ist nicht immer leicht zu knüpfen. Tobias Beck erklärt dir in seinem Buch „Rehbellion“, wie Menschen vertrauen funktioniert.

Wie zum Beispiel geht man mit Vertrauensfallen um? Und was ist eigentlich Selbstreflexion? Wir wollen mit dir die Schlüsselstrategien ergründen.

Anderen Vertrauen: Fünf hilfreiche Tipps

Menschen vertrauen erlernt man nicht über Nacht. Der Prozess erfordert kontinuierliche Anstrengung und Geduld:

  • Sei authentisch: Menschen erkennen und schätzen andere, wenn diese ehrlich sind. Versuch also, dich nicht zu verstellen und deine wahre Seite zu zeigen. Je weniger du eine Rolle einnehmen musst, desto leichter wird es dir fallen, eine solide Vertrauensbasis zu anderen aufzubauen.
  • Verlässlichkeit beweisen: Halte deine Versprechen und verlange gleichzeitig von anderen, dass diese ihre auch halten. Wenn Menschen merken, dass sie sich auf dich verlassen können, öffnen sie sich dir, sodass du ebenfalls auf ihre Verlässlichkeit bauen kannst. Hierbei ist es wichtig, dass du bei Enttäuschung Worte und Taten in Form von Konsequenzen sprechen lässt. Menschen vertrauen ist nicht nur, alles hinzunehmen, sondern auch die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren.
  • Aktives Zuhören: Aktives Zuhören bedeutet im Kontext Menschen vertrauen, dass du aufrichtiges Interesse an dem zeigst, was dein Gegenüber dir erzählt. Dadurch bestätigst du die Gefühle und Gedanken eines Gesprächspartners. Die Atmosphäre, die dadurch geschaffen wird, ist Wertschätzung und Respekt. Wenn du den ersten Schritt machst, wird die andere Person dieselbe Haltung entgegenbringen.
  • Verletzlichkeit zulassen: Das Teilen von persönlichen Gedanken und Gefühlen ist – das darf man nicht verschweigen – mit dem Risiko verbunden, verletzt zu werden. Um Vertrauen in Menschen zu haben, musst du jedoch den Mut aufbringen, dich dieser Gefahr zu stellen. Wenn du bereit dafür bist, signalisierst du deinem Gegenüber, dass du ihm vertraust, was Erwiderung erfahren wird. Hierdurch werden Beziehungen vertieft und gegenseitiges Verständnis gefördert. 
  • Vermeide Vertrauensfallen: Halte dich von Negativität und allem fern, was es dir schwer macht, Menschen zu vertrauen. Darunter fällt zum Beispiel, dass du nicht schnell über andere urteilst und voreilige Schlüsse ziehst. Das Stichwort hierbei: Bloß kein Schubladendenken, wenn du Menschen vertrauen willst! Wenn dir jemand ein Geheimnis erzählt, verrate es nicht weiter. Gleiches gilt für Versprechen: Wenn du jemandem etwas zusicherst, dann halte dich daran und sei nicht leichtfertig. Andere Menschen vertrauen auch dir und wenn du deren Vertrauen enttäuscht, wird dir schnell dasselbe widerfahren. 

Menschen vertrauen: Die Aufgabe des Lebens

Du hast dich auf die Reise mit dem Namen Menschen vertrauen begeben, mit all ihren Herausforderungen und schwierigen Pfaden, die es zu bewältigen geht. Besonders, wenn man im Leben schon einmal enttäuscht wurde, fällt einem die Entscheidung schwer, anderen wieder Vertrauen zu schenken.

Unsere Kindheitserfahrungen, die prägen, was für ein Kindheitstyp wir sind, sind entscheidend für unser persönliches Wachstum und die Entwicklung von positiven Beziehungen bezüglich des Menschen Vertrauen. 

Ohne Vertrauen bleiben wir isoliert. Niemand möchte allein sein, weswegen wir bereit sein müssen, uns für emotionale Verbindung zu öffnen. Geh in dich und reflektiere deine eigenen Erfahrungen, die du bezüglich Menschen vertrauen gemacht hast. Nutze deine Ressourcen, um deine persönliche Entwicklung voranzutreiben.

Fass den Mut, deinen Kompass neu zu justieren. Denn am Ende des Tages ist es das Vertrauen in Menschen, das unser Leben reich und farbig macht.